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Handbuch "Lokale und regionale Obstsorten"
Landschaftsverband und Biologische Stationen bewahren 49 alte Obstsorten des Rheinlandes vor dem Aussterben
 

       
A. Attermeyer (Landschaftsverband Rheinland), Th. Braun (Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss), H. Theißen (Biologische Station StädteRegion Aachen)

Am 21. Januar wurde in der Biologischen Station das Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – vom Aussterben bedroht“ vorgestellt. Herr Adolf Attermeyer, Leiter des LVR-Fachbereichs Umwelt des Landschaftsverbandes Rheinland, übergab das Buch an die projektbeteiligten Biologischen Stationen.

Blauer Kölner, Uhlhorns Augustkalvill, Dycker Schmalzbirne oder Grevenbroicher Knorpelkirsche – so heißen einige der alten und für unser Kreisgebiet besonders charakteristischen Lokal- und Regionalsorten, die in dem neuen 144-seitigen Handbuch mit 49 Sortensteckbriefen vorgestellt werden und das für 5,- € bei der Biologischen Station bestellt werden kann. Alle 49 Sorten werden mit farbigen Frucht- und Baumfotos sowie einer umfassenden Frucht- und Sortenbeschreibung vorgestellt.

Der Landschaftsverband Rheinland finanziert diese Veröffentlichung ebenso wie das seit 2008 bestehende Projekt zur Suche und Erhaltung alter rheinischer Obstsorten. In den drei Jahren haben 13 Projektpartner im gesamten Rheinland nach alten Sorten gesucht und sind tatsächlich fündig geworden. Tausenden von Hinweisen aus der Bevölkerung und aus Fachkreisen wurde nachgegangen, hunderte von Fruchtproben wurden genommen und durch Pomologen untersucht.

Von den 143 erfassten Obstsorten konnten 49 als Lokal- und Regionalsorten bestätigt werden. Zu vielen wurden nicht nur alte Aufzeichnungen und Literaturstellen gefunden, sondern von fast allen waren noch Altbäume im Rheinland vorhanden. Um eine erste neue Generation an Jungbäumen nachzuziehen, wurden Edelreiser genommen und an Obstbaumschulen zur Nachzucht geliefert. Darunter auch die oben genannten Sorten, die schon bald auch den vom LVR geförderten Obstsortengarten im Kloster Knechtsteden bereichern werden und die zukünftig auch über einzelne Obstbaumschulen zu beziehen sein werden.

Das heißt, dass nicht nur ein reich bebildertes Sortenhandbuch entstanden ist, sondern die Sorten auch für die Nachwelt gerettet wurden. In wenigen Jahren schon werden die Jungbäume Obst tragen und dann darf der Genießer sich wieder über das knackige Fruchtfleisch eines Creo freuen oder in eine süßaromatische Dycker Schmalzbirne beißen.

Aber die Suche geht weiter! Denn noch immer fehlen uns in unserer Region Sorten der beiden bekannten Grevenbroicher Obstsortenzüchter Uhlhorn und Henzen. Eine Aufstellung der verschollenen und von uns gesuchten Sorten finden Sie hier. Wir freuen uns über entsprechende Hinweise.