FFH-Gebiet Ilvericher Altrheinschlinge

Pappelforste auf Auwaldstandorten in der Ilvericher Altrheinschlinge

Das FFH-Gebiet "Ilvericher Altrheinschlinge" (DE-4706-301) liegt in der Stadt Meerbusch. Sie entstand vor etwa 7.000 Jahren als Teil des Flussbettes des Rheins. Der Fluss bewegte sich hier in einer Schleife. In der Altrheinschlinge sind typische Lebensräume der Stromtallandschaft erhalten geblieben, wie z. B. Erlen- Eschen- und Weichholz - Auenwälder sowie Erlen - Bruchwälder. Ferner finden sich über mehrere Jahrhunderte entstandene Kulturbiotope wie Nass- und Feuchtgrünland mit Kopfweiden. Entlang der Deiche sind artenreiche Glatthaferwiesen und Reste des Halbtrockenrasens erhalten geblieben. Darüber hinaus kommen auch feuchte Hochstaudenfluren vor.

Tümpelquelle in der Ilvericher Altrheinschlinge

In dieser abwechslungsreich gestalteten Landschaft haben viele bedrohte Tierarten, wie z.B. der Kamm-Molch, die Wasserralle oder der Dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling einen Lebensraum gefunden. Darüber hinaus ist das Gebiet ein bedeutendes Brut-, Nahrungs- und Rastbiotop für zahlreiche Vogelarten, von denen viele Arten geschützt sind.

Wertvolle Gewässer

Neben natürlichen eutrophen Seen und Altarmen sind im Bereich der Ilvericher Altreinschlinge auch einige Quellen zu finden. Quellen treten am Niederrhein nur sehr selten auf. Mit dem Steinbeißer und dem Schlammpeitzger konnten auch zwei sehr seltene Kleinfische gefunden werden.

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Schlammpeitzger
Wiesen-Salbei