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Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Dunkler Wiesenknopf - Ameisenbläuling bei der Eiablage
Dunkler Wiesenknopf - Ameisenbläuling bei der Eiablage

Der Dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) war am Niederrhein zwischen Bonn und Duisburg ehemals weit verbreitet und häufig. Mittlerweile ist dieser Tagfalter dort "vom Aussterben bedroht". Der Dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling ist eine Art der Anhänge II & IV der FFH-Richtlinie der Europäischen Union. Für den Erhalt solcher Arten müssen spezielle Schutzgebiete ausgewiesen werden. Im Rhein - Kreis Neuss sind dies die FFH - Gebiete "Ilvericher Altrheinschlinge" und "Die Buersbach". Im Rhein - Kreis Neuss werden darüber hinaus auch Flächen in Landschaftsschutzgebieten, Gebiete ohne Schutzstatus und punktuell auch bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für diese Zielart entwickelt.

Großer Wiesenknopf
Deich, der mit Großer Wiesenknopf bewachsen ist

Die dringend erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt und zur nachhaltigen Wiederansiedlung im Rhein - Kreis Neuss werden in einem Arbeitskreis bestehend aus dem Haus der Natur – Biologische Station im Rhein - Kreis Neuss e.V., dem Rhein - Kreis Neuss – Freiraum- und Landschaftsplanung, dem Entomologischen Verein Krefeld 1905 e.V. konzipiert und abgestimmt. Darüber hinaus erfolgte auch eine fachliche Beratung und Abstimmung mit der LANUV. Dieses Ziel wird durch unterschiedliche Projektstrategien verfolgt.

Praxisorientierte Forschung zur Lebensweise der Arten

Rote Knotenameise
Rote Knotenameise mit arteigenen Larven © Dr. Martin Sorg

Der Dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling hat einen der komplexesten Entwicklungszyklen innerhalb der einheimischen Tierwelt. An diesem sind auch der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und die Rote Knotenameise (Myrmica rubra) beteiligt. Durch praxisorientierte Forschungen wird das Wissen zu den Lebensraumansprüchen der Art erweitert, um Biotopentwicklungsmaßnahmen auf fachlich fundierter Grundlage durchzuführen.

Aufbau eines Lebensraumverbundsystems

Dunkler Wiesenknopf - Ameisenbläuling bei der Kopulation
Dunkler Wiesenknopf - Ameisenbläuling bei der Kopulation

Aufbauend auf der Erkundung geeigneter Lebensräume werden Biotope vor allem entlang des Rheines analysiert und optimiert. Ein entscheidender Grundsatz zur Optimierung von Standorten ist der Ansatz, die Lebensräume von Wirtspflanze und Wirtsameise räumlich eng nebeneinander, aber auf verschiedenen Teilflächen zu entwickeln. Konkrete Maßnahmen sind beispielsweise die Pflegemahd der Wiesenknopfwiesen, das gezielte Ausbringen von Wiesenknopfpflanzen aus autochthonem Samenmaterial oder das "Animpfen" von Brachflächen mit Geschlechtstieren der Wirtsameisen.

Durchführung eines Wiederansiedlungsprojektes

Biotop für den Dunklen Wiesenknopf - Ameisenbläuling
Entwicklungsfläche für den Dunklen Wiesenknopf - Ameisenbläuling

Im Jahr 2007 wurde an einem geeigneten Standort in der Rheinaue die Wiederansiedlung durch die Ausbringung von Faltern des Ameisenbläulings durchgeführt. Das Projekt wird durch ein intensives Monitoring begleitet.

Weitere Informationen sind in den Fachinformationssystemen des Landes zu finden.

Förderer: Landschaftsverband Rheinland (Teilprojekte), HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs - GmbH (Teilprojekte), Land NRW vertreten durch die Bezirksregierung Düsseldorf (FÖNA- und ELER - Förderungen), Landesbetrieb Straßen NRW (Teilprojekte).

Projektpartner: Entomologischer Verein Krefeld, Rhein - Kreis Neuss, Stadt Meerbusch, Stadt Neuss